Der Teufel in der Vorstellung des Christentums

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Der Teufel in der Vorstellung des Christentums

Beitrag von fetisch Aeon » So 16. Jan 2011, 14:34

Grundlegendes über den Teufel

Wir kennen heutzutage den Teufel als rotes Geschöpf mit Schwanz, Hörnern und Hufen. Mit seinem Dreizack wird er sinnbildlich für alle Schrecken dargestellt. Jedoch sah der Teufel nicht immer so aus. In der Vorstellung früherer Epochen wandelte sich das Bild des Teufels von dem eines von Gott verbannten Engels am Anfang bis hin zu der uns bekannten Gestalt heute. Auch die Boshaftigkeit des Teufels wurde mit der Zeit immer schlimmer. Ursprünglich beeinflusste der Teufel die Menschen nur indem er sie verführte. Übrigens war der Teufel von Anfang an gar kein Wesen, es gab einfach Vorstellungen von schlimmen Dingen, die eine Verkörperung brauchten.
Der Teufel im Christentum

Die Vorstellungen über den Teufel sind uneinheitlich, es gibt viele Namen, wie aus dem griechischen Diabolos (übersetzt: Verwirrer), aus dem hebräischen Satan (übersetzt: Ankläger) oder dem lateinischen Luzifer (übersetzt: Lichtbringer).

Ritter, Tod und Teufel

Ritter, Tod und Teufel
Der Ritter reitet mit seinem Hund, der Treue versinnbildlicht, einen Weg entlang. Ihn begleitet der Tod auf einem alten, kranken Pferd und eine Teufelsgestalt aus verschiedenen Tieren. Die Eidechse am unteren Bildrand versinnbildlicht Gottestreue. Deutung: Der Ritter reitet in Gottestreue gegen Jerusalem, immer den Tod auf seinen Fersen und der Teufel wartend wegen Untaten.

Die deutschen Heiden und der Wandel der Sichtweise ihrer Götter

Bevor das Christentum in Deutschland einzog, gab es eine eigene deutsche Mythologie. Die Verehrung der Natur und ihrer Elemente führte zu vielen verschiedenen Geschichten und Vorstellungen über Götter. Naturkatastrophen und besondere Ereignisse wurden nicht auf eine böse Macht geschoben, sondern zeugten von eigenem Vernachlässigen der Götter, Elben, Trolle, usw. Es gab keine urbösen Gestalten, alle Wesen hatten gute und schlechte Seiten. Eine Art schrecklicher Teufel, wie wir ihn heute kennen, einen bösen Gott oder eine immerzu zerstörerische Gewalt, gab es nicht.

Die Götter der heidnischen Deutschen wurden dann aber von der katholischen Kirche nach und nach dämonisiert, also als besonders schlecht dargestellt. Die Zauberer und Heiler der Heiden wurden bald mit dem Teufel in eine Ecke gerückt, da sie ein Gegengewicht zur Heilkunde der christlichen Klöster waren und deshalb verdrängt werden mussten. Das Bild, das die Menschen von den heidnischen Göttern hatten, wurde also durch dir Kirche dämonisiert, denn anfangs kämpften die heidnischen Götter (die Asen) mit Jesus gemeinsam gegen verschiedene Dämonen und den Teufel. Nachdem sich das Christentum immer mehr gefestigt hatte, wurden die heidnischen Götter immer mehr verdrängt, bis sie mit dem Teufel gleichgesetzt waren.

Quelle: http://www.deutschland-im-mittelalter.de/ernaehrung.php

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