Zu 10 des Tagebuches

Für alle, die mein Tagebuch kommentieren oder kritisieren wollen, und eigene Gedanken hinzufügen wollen...
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Nelani
Beiträge: 172

Zu 10 des Tagebuches

Beitrag von Nelani » Di 9. Dez 2014, 09:24

Hi Sergie,

vieles was du dort aufgeführt hast, gerade Facebook, da geb ich dir Recht. Facebook ist ein Segen und ein Fluch zugleich. Es verbindet Menschen Weltweit und gleichzeitig trenn es Sie.
Wie oft liest man in der Presse, wie Menschen und gerade junge Menschen dort gemoppt, beschimpft werden. Dann denk ich mir, es gibt am Computer den Ausschalter, warum nicht mal ausschalten, rausgehen und einfach mal tief durchatmen. Auch ich ertappe mich manchmal dabei, den Likebutton zu schnell zu drücken. Man sieht ein Bild, sieht toll aus, der kurze Text darüber hört sich toll an, also schnell mal Like drücken. Aber wie oft wird übersehen, das manchmal oben im Text noch weiterlesen steht und wenn man dieses anklickt, sieht man erst was wirklich dahinter steht und steckt und oft nicht das was man erwartet.

SL ist ein virtuelles Abblid unser Realen Welt, im guten wie schlechten.
Ich bin in SL um meinen Träumen ein Bild zu geben und auszuleben was ich in RL nicht sein kann und manchmal wird man auch unsanft aus diesen Träumen geweckt. Ich hatte und habe das Glück in SL viele nette Menschen zu kennen und kennengelernt zu haben. Und von den anderen die nicht nett waren, nur ganz wenige.

Es ist schade wenn man von Personen den man viele Jahre geholfen hat, so geschnitten wird, vor allem wenn man selber mal am Boden liegt und hilfe braucht und seit es nur etwas Zuspruch und Anerkennung.

Aber wie sagte eine Freundin zu mir: "Erst in der Not erkennt man seine wahren Freunde" und so halte ich es auch, in SL und erst recht in RL.

Das waren mal kurz ein paar Gedanken und nu muss ich weiter arbeiten, einer muss den Staat am laufen halten. ;)

Suil vain, eure Nel

(Zitate zu Neid )
Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten.

Oscar Wilde


Hätte ich keine Feinde und keine Neider, dann wäre ich eigentlich schlecht.

Armin Mueller-Stahl


Die Neider sterben wohl, doch niemals stirbt der Neid.

Molière

Sergio Charisma
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Beiträge: 205

Re: Zu 10 des Tagebuches

Beitrag von Sergio Charisma » Di 9. Dez 2014, 21:19

Liebe Nel, vielen Dank für deine beschwichtigenden und tröstenden Worte.

Ich gebe zu, ich war geschockt über die Wortwahl (ich geb sie dir gern Inworld wieder), die ich nicht mal selbst lesen durfte, sondern über Dritte weitergereicht bekam. Unweigerlich fragt man sich, was man verbrochen hat, was man den Menschen, die nach so langer Zeit so verbittert sind über mein Handeln, angetan hat. Ich wollte nicht nehmen, ich wollte geben... hat man denn wirklich soviel falsch gemacht dabei?

Natürlich gibt es Gründe, wieso Carima noch nicht fertig ist, wieso es noch immer eine Baustelle ist - andere wären längst fertig damit, aber ich habe nie behauptet ich wäre der beste darin, eine Sim aufzubauen. Ein Großteil der Schuld liegt sicher bei mir. Ich habe die Zeit nicht die ich gern hätte, ich verbringe natürlich auch Zeit mit Mira, ich schreibe nebenbei ein Regelwerk - nicht nur eine NC mit ein paar Charaktermerkmalen, ich hab nen Job, den ich sehr ernst nehme. Und ich bin natürlich längst nicht so gut im bauen und planen wie andere. Aber es gibt natürlich auch noch Gründe, die nicht ich selbst verschuldet habe. Da man nicht zu ahnen scheint, was mir Carima - damit meine ich die Menschen darin - einmal bedeutet haben, kann man natürlich auch nicht ermessen, wie ich mich fühlte, als ich fast alleine hier zurückblieb. Was man mir gerne anlasten kann war meine Naivität, was meine Auswahl an Freunden betrifft. In vielen habe ich mich geirrt. Daraus habe ich gelernt. Vielleicht ist es aber auch nur der verzweifelte Wunsch nach einer neuen Familie gewesen. Vielleicht war auch mein oft überschießendes Temperament ein Fehler. Manchmal beneide ich Menschen, die ihr Schicksal und ihre Umgebung gleichmütig und gelassen hinnehmen können. Für mich war Carima ein steiler Weg nach "Himmelhoch jauchzend", und ein tiefer Fall nach "zu Tode betrübt". Aber wenn man mich besser kennt, weiß man dass ich nie anders sein möchte. Manche sagen, ich kann mich mit über 40 noch ebenso freuen wie ein Kind. Damit haben sie sicher recht. Ich kann auch leiden wie ein geprügelter Welpe, wenn Unrecht und Missachtung mich einholen. Ich liebe mein "schwarz" und mein "weiß". Dieses "Grau" mochte ich noch nie. Grau ist zwar alles ein bisschen einfacher zu ertragen, aber ich will es nicht. Ich möchte weinen können, wenn ich traurig bin, und so richtig lachen, wenn ich mich freue. Ich kann nicht ein bisschen froh sein oder ein bisschen unglücklich. Ähnlich einem Kind sehe ich meine Welt entweder in 1000 Farben leuchten, oder aber mit großen Getöse in sich zusammenbrechen. Da gibt es nicht viel dazwischen. Das ist eine typische Eigenschaft von Vampiren, und ich sehe mich nicht umsonst als solchen. Es braucht nicht viel, um mich glücklich zu machen - aber eben auch nicht viel, um mich um Jahre zurück zu werfen.
Umso dankbarer bin ich für solche Worte wie deine, die mir sagen "Da denkt einer so ähnlich wie du".
Ähnlich einem letzten lebenden Individuum auf einem Planeten, das verzweifelt nach Seinesgleichen sucht, klammere ich mich an jeden Strohhalm, der mir irgendwie zu verstehen gibt "Du bist nicht allein."
Es motiviert... heute ist Carima wieder um ein kleines Stück gewachsen....
power(emot)ed by C.C. - Charisma Creations... by Carima

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Mira
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Re: Zu 10 des Tagebuches

Beitrag von Mira » Di 9. Dez 2014, 22:26

Hi Nel, ja da gebe ich dir in allem auch vollkommen recht. Schön das du deine Ansichten mit uns teilst. Das sagt mir auch das es da draussen noch Menschen gibt, die nicht so anders denken als wir ;)
Raxacoricofallapatorius ;-)

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