Sternenwind

Nelani
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Re: Sternenwind

Beitrag von Nelani » Mi 20. Jan 2016, 16:03

Kapitel 20
Sternenwind

Pena stapfte durch den tiefen Schnee, die Spuren von ihr und Galwin waren vom Schneefall längst verdeckt. Dieses Land war ihr fremd, so leer, so kalt. Alles hier schien erfroren zu sein, die Bäume, das Wasser, die Natur und auch die Elben die hier mal gelebt haben. Nur die Wölfe lebten hier und ach ja, Schneehühner und Hasen, etwas anderes hatte Sie bis jetzt nicht gesehen. Immer wieder Schneefall und Schnee auf den Bäumen, Sträuchern, Berge, Ruinen, Schnee soweit man blicken konnte und alles war weiß, braun, grau oder Blau und überall Schnee. Wie kann man hier überleben, dachte Pena sich, keine Blumen, keine fröhliche Farben, andere Tiere wie Schmetterlinge. Oh die liebte Pena besonders, vor allem der Fuchsschmetterling, aber hier ist alles erstarrt und kalt. Keine Bienen, keine bunten Vögel am Himmel, überhaupt schien es hier an Farbe zu fehlen. Seufzend ging Sie weiter, wohin aber, nach Norden dort wollten die Elben hin, hm wo ist hier Norden. Sie drehte sich im Kreis, alles weiss und gleich aussehend, wohin Sie auch schaute, eine Farbe dominierte. Sie überlegte, was hat Galwin gesagt hatte, hör den Nordwind zu und suche den hellsten Stern am Himmel, der wie ein Kreuz leuchtet, das ist der Nordstern, folge ihm und du kommst ans Ende dieser Welt.
Pena suchte den Himmel ab, aber die Wolken versperrten die Sicht. Die Wolken rasten am Himmel, grau in grau von einem Horizont zum anderen und der Rest ist weiss. Pena sprach leise mit sich selbst während sie einfach weiterging, selbst die Geräusche hier sind erfroren in diesem Land, hier und da ein knacken, da mal ein Knall, sonst Stille.
Diese Stille macht Pena zu schaffen, selbst die Wüste ist lauter und farbenfroher. Pena blickte auf, weil Sie etwas in der Luft wahr nahm, ein Schatten flog durch die Baumwipfel, lautlos und natürlich in weiß. Pena seufzte wieder, in diesem Land schien es nur die paar Farben zu geben und vor allem Weiß.

Es mussten schon einige Stunden vergangen sein, Pena lehnte sich an einen Baumstamm, der ein angenehmes Braun hatte und aß etwas Trockenfleisch, als Sie ein leise Geräusch hörte.
Sie drehte langsam den Kopf um und schaute über die Schulter vorbei am Stamm des Baumes um zu sehen wer das Geräusch verursachte und da bewegte sich ein Wolf und Pena hielt die Luft an. Welcher Wolf würde es sein, Sie konnte es nicht erkennen, aber es war besser sich nicht zu rühren, geschweige Geräusche zu machen. Deutlich hörte Sie wie der Wolf schnüffelte und eine Spur suchte und es konnte ja nur Ihre Spur sein. Langsam drehte Sie ihren Kopf zurück und hoffte das der Wolf Sie nicht findet. Pena schloss die Augen und versuchte ganz ruhig und leise zu atmen. Pena zählte im Gedanken langsam hoch und betete das der Wolf weiter ging. Dann spürtet Sie einen heissen Atem an ihrer Wange und im nächsten Augenblick eine feuchte Zunge. Erschrocken riss Sie die Augen auf drehte sich weg, fiel eigentlich mehr auf die Seite.
Wenn Sie nicht ganz Blind war, dann war es jener Wolf vom Fluss und dieser hat Sie nicht gebissen, naja bis jetzt noch nicht. Der Wolf liebkoste Sie mit der feuchten Zuge und Pena versuchte das riesige Tier mit ihren Händen weg zudrücken. Was schliesslich in ein Gerangel im Schnee ausartetet.
Pusten blies Pena den Schnee von sich und klopfte den Rest aus ihrer Kleidung. "Was machst du denn hier" Sprach Pena mit überraschter Stimme, Sie froh das der Wolf hier war, dann war Sie nicht mehr alleine in dieser erfrorenen Einöde.
"Was machen wir jetzt, wo gehen wir hin, weist du wo die Elben hin sind. Aber woher willst du das Wissen und was ich meine." Plapperte Pena vor sich hin, während Sie ihre Sachen zusammen packte.

Wiewo legte den Kopf schief bei den fremden Klängen des Weibchen auf zwei Beine, dann erinnerte er sich was die grosse Mutter wollte. Er drehte sich rum und ging einige Schritte nach Norden und blickte dann zurück ob das Wesen folgte. Schliesslich folgte Pena dem Wolf, erst zögerlich dann aber mit grossen Schritten soweit es im Schnee möglich war. Es ging immer weiter nach Norden, zumindest glaubte Pena das. Der Wolf lief zielstrebig in eine Richtung. Wiewo lief weiter und weiter zu dem Ort den die grosse Mutter ihm vermittelt hat.
Wieder vergingen Stunden und Pena wurde müde, ihre Schritte wurden immer kleiner und unsicher. Der Wald wurde immer lichter und die Bäume vom Wuchs her immer kleiner, alles schien kleiner zu werden. Dann standen Sie unmittelbar am Abgrund der mehrere Hunderte Meter senkrecht in die Tiefe führte und dahinter der Horizont und sonst nichts, endlose Eiswüste in allen Richtungen. Eisschollen, schwarze Flecken wo das Meer hier und da durch schimmerte. Eine Eislandschaft ohne Leben ohne Bäume ohne irgendwas.... endlos...halt das Ende der Welt.
Pena seufzte und lies ihren Blick schweifen, der Himmel, das Land alles trostlos, wo sollten hier die Elben sein und wo waren die ehemaligen Bewohner. Sie hatten eine Ruinenstadt durchquert, riesige Gebäude mit hohen Türen, Fenstern und goldenen Dächern, alles zerfallen. Jede Wand war verziert gewesen und erzählte eine Geschichte so sah es aus für Pena. Sie hatte ihre Finger über das Mosaik gleiten lassen und einen Hauch von Ewigkeit gespürt, doch kaum hatten Sie die Ruinenstadt verlassen, verblasste das Gefühl. Aber hier war das nichts und Sie fühlte sich einsam, verloren hier, das war nicht ihre Welt. Der Wolf ging weiter an der Klippe entlang, immer weiter ohne scheinbar zu ermüden, wo würde er Sie hinführen, zu anderen, Sie hoffte es, alleine würde Sie verloren sein. Es vergingen wieder gefühlte Stunden, aber hier wurde es nicht mehr Dunkel und nicht mal hell, ein Zwielicht, wieder etwas was Sie nicht kannte. Was ist das für eine Welt, wo es nicht Dunkel oder Hell wurde. Pena lachte im Gedanken auf, das ist eine Welt der Elben, was sonst. Müde tapste Sie weiter, dann ging es etwas Bergauf zu einer Klippe die in die Eiswüste ragte und Ringförmig von grossen Obelisken umsäumt wurde. Es mussten mehr als 30 Stück sein und der Durchmesser den Sie bildeten mehr als 100 Meter. Diese Obelisken waren mit Elbischen Runen über und über verziert und ragten in den Himmel weit über 25 Meter hoch und als Pena den Kreis betrat den sie bildeten, hatte Sie das Gefühl nicht mehr allein zu sein. Der Schnee innerhalb des Kreises der Obelisken war gerade mal Knöchel hoch, ausserhalb oft ein Meter tief, auch schien der Wind nicht mehr so heftig zu wehen. Sie trat an den ersten besten Obelisk heran und berührte seine Oberfläche. Er fühlte sich warm an und ihre Härchen am Körper richteten sich auf, eine gewisse Spannung schien auf Sie über zu greifen und kaum hatte Sie ihre Hand von der Oberfläche weggenommen, war das Gefühl wieder weg. Der Wolf stand nur einige Meter von ihr weg und beobachtete Sie, schien ab zuwarten. Pena war unschlüssig was Sie hier tuen sollte, hier war niemand, auch keine Spuren ausser ihre eigenen. Sie schlug ein kleines Lager auf an einem der Obelisken, da hier der Wind nicht so stark wehte, sammelte Holz und entzündete ein Feuer, aß etwas Trockenfleisch und Obst, das wer weis wie lange schon eingefroren war. Schliesslich, breitete Sie die Decken aus und rollte sich in die Felle ein und schloss die Augen, der Schlaf kam schnell.
Der Wolf tapste noch etwas umher, legte sich dann zu Pena an die Seite.

Wiewo war unsicher, was sollte das ganze, was wollte die Große Mutter, warum sollte dieses Wesen an diesen Ort gebracht werden. Er spürte das dieser Ort was besonderes war. Sein Rudel mied diesen Ort, nicht weil er Furcht einflösste, nein es war etwas was man nicht in Gefühle fassen konnte, es gab nichts was es beschreiben konnte, kein Begriff. Wiewo, versuchte es dennoch für sich...... dieser Ort war dem Himmel nahe. Die Grosse Mutter war die Beschützerin dieser Welt, hier war der Übergang zu den ewigen Jagdgründen, zu dem Grossen Rudel aller Wölfe. Wiewos Fell sträubte sich bei den Gedanken und er blickte zu dem Wesen welches sich in die Fremden Felle gewickelt hatte. Fühlte Sie was das für ein Ort war, verstand Sie wo Sie war. Wiewo seufzte, seit diese Wesen aufgetaucht waren, ist die Welt komplizierter geworden. Er schloss die Augen und kurze Zeit später zeigte sein ruhiger Atem an, das er schlief, wie jenes Wesen an seiner Seite.

Die Obelisken standen da wie seit Jahrtausenden, still, stumm und an einem lagen am Sockel zwei unterschiedliche Wesen, die fest schliefen. Die Wolken hetzten am Himmel entlang ohne Rast, dicht an dicht. Hier und da ein Flackern über den Wolken und war da nicht ein kurzer Lichtschein an einem der Obelisken, nur kurz. Dann leuchten hier und da die Elbischen Schriftzeichen auf, mal an einem und mal an einem anderen Obelisken und verblassten wieder. Stille und Dämmerlicht eine Zeit lang, dann ging ein kurzes Feuerwerk von Lichtern über die Oberfläche der Obelisken, ganze Schriftzeichen glühten auf, Wörter erschienen, Texte bildeten sich und verglühten. Das ging einige gefühlten Minuten und dann plötzliche Dunkelheit. Die Obelisken standen da wie seit Jahrtausenden, still, stumm, dunkel und an einem lagen zwei unterschiedliche Wesen, die fest schliefen.

Galwin und Miwill folgten dem Wolf durch das Dämmerlicht in das Nichts, er würde Sie an den Ort bringen, denn Sie schon solange suchen. Galwin hing seinen Gedanken nach, war es richtig was er tat, war er nicht egoistisch. War es nicht mehr sein eigener Wunsch das Miwill wieder sehen konnte und nicht Miwills. Er hat Sie oft in Lebensgefahr gebracht und fast verloren, nur damit Sie sehen konnte, Ihn sehen konnte. Zweifel nagten an Ihm. Doch jetzt waren Sie so weit gekommen und umkehren jetzt, nein auf keinen Fall. Er blickte Miwill an, sah in ihre Augen die weiß in den Augenhöhlen lagen, warum es so war wußte niemand. Nicht mal die Besten Heiler hatten eine Antwort, aber es ist wohl so von den Göttern gewollt, war die ausweichende Antwort auf die Fragen. Miwill hatte es so hingenommen, das Sie niemals die Welt mit den Augen sehen würde. Die Zweifel und Ungewissheit nagten an Galwins Stolz, was wenn es diesen Ort nicht gab und Miwill niemals etwas sehen würde. Dann hatte er sein Versprechen gebrochen und das war noch schlimmer als der eigene Tod. Oh ja, er würde sein Leben geben damit Miwill wieder sehen konnte. Sie wanderten weiter den Wolf hinterher, der scheinbar keine Pause oder Erschöpfung kannte, immer weiter nach Norden.

Miwills Gedanken waren bei Galwin, Sie bewunderte ihn für seine Geradlinigkeit und Beharrlichkeit, er wusste immer was er wollte und es gab keine Zweifel in seinem Handeln. Miwill seufzte, bald würde die Reise zu Ende gehen und dann. Sie hatten zusammen so viele Abenteuer bestanden und viele andere Elben, Menschen kennen gelernt und jetzt hier die Wächterin und ihre Wölfe. In ihren Gedanken ging Sie nochmals all die Orte durch, ja es war die Aufregendste Zeit gewesen die Sie je erlebt hatte. Viele Gefahren, aber mit Galwin an ihrer Seite würde Sie es nochmal auf die Reise gehen, ach ja und das Menschenkind Pena. Sie hätte nie gedacht, jedenfalls früher, einem Menschen in die Geheimnisse der Elbischen Heilerkunst ein zu Weihen, auch wenn Pena niemals Magisch Heilen konnte, aber das Wissen der Kräuterheilkunde würde Pena in die Lage versetzten, weit aus besser zu sein als die Menschenheiler. Wo mag Sie jetzt sein, überlegte Miwill und folgte am Arm von Galwin weiter zu jenen Ort, der so Geheimnisvoll ist, wie diese Land. Wo sind die Elben geblieben die hier einst gelebt haben. Die Wächterin schien ein wenig frustriert zu sein, was hatte Sie gesagt. Miwill erinnert sich an die Worte etwas wage, da der überwältigte Eindruck den die Wächterin Isseriera hinter lassen hatte, alles andere fast verdrängt hat. Sie ist die Summe der Gedanken eines jeden Elbs der hier gelebt hat, somit auch aller Sehnsüchte, Wünsche und was sonst noch, folgerte Miwill im Gedanken. Sie glaubte, das Isseriera am liebsten den hiesigen Elben gefolgt wäre, aber Sie hatte ihre Aufgabe die Sie bindet.

Kaltnass trappte weiter durch den Schnee immer dem Ort entgegen den die Grosse Mutter ihm gezeigt hatte. Er wurde ungeduldig, da die Elben so langsam vorwärts kamen. Ja die grosse Mutter hatte ihm vermittelt was die Wesen sind oder waren. Und wie die Grosse Mutter ihm das Wissen vermittelte, kam auch etwas unausgesprochenes herüber, Sehnsucht und Enttäuschung, etwas was er noch nie gefühlt hatte bei der Grossen Mutter. Es verwirrte ihn, das die Grosse Mutter auch Sehnsüchte hatte. Er trappte immer weiter ohne Rücksicht auf die Elben, sollte Sie sich doch beeilen, diese ungeschickten Wesen. Nicht mehr lange und Sie waren am Ziel. Kaltnass roch schon lange bevor er sah, das ein anderer aus dem Rudel am dem Ort war, den sein Rudel mied. Freudig erhöhte er leicht seinen Schritt und begrüßte Wiewo, der sich müde streckte und den Schnee aus dem Fell schüttelte.

Sie gingen schon seit Stunden am Rande der Klippen entlang und Galwin sah schon von weiten den Steinkreis auf der Klippe und Miwill war erschöpft von der langen Wanderschaft. Dieser Kreis war imposant gross und die Obelisken ragten weit in den Himmel, dies war endlich der Ort den er so lange gesucht hatten. So hoffte es Galwin, er fürchtete das es nicht so sein könnte. Sie gingen näher und Galwin sah das sich die Wölfe begrüssten und das noch jemand vor Ort war. Pena erhob sich, verwundert und überrascht und schliesslich rannte Sie zu den Elben und warf sich denen entgegen, vor lauter Freude.

"Da seit Ihr wieder, ich dachte schon ich würde euch nie wieder sehen in diesem Land des Zwielichtes." Schrie Pena vor lauter Freude die Elben an und umarmte Sie immer wieder. "Ich habe ein kleines Lager mit eine Feuer und genug zu essen dabei. Kommt dort ist es was angenehmer." Und zog beide in Richtung des Obelisken wo Pena ihr Lager aufgeschlagen hatte. Immer wieder redetet Sie auf die beiden Elben ein, erleichtert das Sie nicht mehr alleine war. Die Wölfe hielten sich abseits und betrachteten das Treiben der Zweibeiner wachsam. Galwin schaute sich den Obelisken genau an und im schwachen Schein des kleinen Feuers und des Dämmerlichtes, konnte er Elbische Schriftzeichen ausmachen. Als er versuchte sie zu lesen, musste er feststellen, das diese Worte aus einer viel früheren Zeit stammte. Hier und da konnte er ein Wort entziffern. Miwill setzte sich auf die Felle am Feuer und trank etwas Wein aus einem Schlauch. Pena redete und redete und Miwill lies Sie gewähren, im Moment war Sie erschöpft und versuchte ihre Gedanken zu Ordnen.
Galwin ging zum nächsten Obelisken und seine Hände strichen über die Schriftzeichen, ihm war noch nicht ganz klar, ob sie eingearbeitet im Stein waren oder aufgemalt. Er entschied ersteres wegen dem Alter der Obelisken, sonst wäre selbst hier die Schriftfarbe von Wind und Eis verwittert und von den Steinen verschwunden. Er ging zum nächsten Obelisken und versuchte auch hier die Wörter zu lesen. Hier und da gelang ihm auch das, zumindest glaubte er die Bedeutung der Worte richtig zu interpretieren. Ihm fiel noch mehr auf, keiner der Obelisken war mit Schnee oder von Eis bedeckt, während die Felsen ausserhalb des Kreises alle eine Schneehaube trugen zumindest. Galwin ging zum nächsten Obelisk und folgte mit seinen Augen den Schriftzeichen und sprach leise aus was er entzifferte. "Ort der Ersten, " und am nächsten Obelisk konnte Galwin andere Worte entziffern. "Am Ende der Vollkommenheit. Der Kreis schliesst sich wo es begann." Galwin war sich nicht sicher die Worte richtig zu deuten, jeder Obelisk schien eine Geschichte zu erzählen.
"Jenseits des Himmels, Osten, Land der Väter nahe." Diese Worte konnte Galwin eindeutig lesen, was danach stand war wieder unleserlich, schliesslich gab Galwin auf und gesellte sich zu Miwill und Pena und während er sich stärkte erzählte er was er auf den Obelisken entziffert hatte. Viel war es nicht, aber er war sich sicher das dieser Ort Uralt war und mehr zu sein schien als nur nur ein Kreis mit Obelisken.
Er aß etwas von den Vorräten und trank aus dem Schlauch Wein. Miwill sprach nichts und lauschte nur den Worten, Pena stellte Fragen und obwohl Galwin kaum Antworten hatte, versuchte er Penas Fragen so gut es ging zu beantworten.
Irgendwann waren alle müde und versuchten zu ruhen, jeder hing seinen Gedanken nach und am Himmel hetzten noch immer die Wolken in die Ferne.

Mitten in der Nacht, obwohl davon konnte man nicht hier sprechen. Hier an diesen Ort war es immer Dämmerig, es schien keinen Morgen zu geben und keine Nacht, frage Miwill Galwin. "Galwin, glaubst du das wir hier am richtigen Ort sind, welcher von der Ritterin beschrieben wurde." Flüsterte Miwill leise um Pena nicht zu wecken. Galwin zögerte mit der Antwort und überlegte seine Worte gut, was sollte er sagen, hatte er gehofft, wenn Sie ankamen, würde es von alleine gehen. " Miwill, hier ist die Welt zu Ende, es gibt keinen Weg mehr, ausser den zurück zu gehen den wir gekommen sind. Dieser Steinkreis ist das äusserste Ende dieser Welt, es gibt sonst nichts mehr." Sprach Galwin und versuchte seine Stimme nicht die Enttäuschen anmerken zu lassen, die er im seinen inneren spürte. "Vielleicht haben wir etwas übersehen Miwill. Wenn wir uns ausgeruht haben, werden wir weiter suchen" Galwins Stimme zitterte leicht bei den Worten, er hoffte das Miwill es nicht merkte. Miwill erwiderte nichts und zog die Felldecke fester um sich.

Stunden später, oder am Morgen so leicht konnte man es nicht genau feststellen, also es war etwas heller, der Himmel war leicht bewölkt, da suchte Galwin die Umgebung ab nach weiteren Hinweisen. Er fand einen kleinen Tempel der halb in einen Hügel eingelassen war. Etwas grösser wie ein typisches Elbenhaus, der hintere Teil verschwand im Hügel. Auch hier war es ähnlich wie im Steinkreis, kaum Schnee und Schmutz am und im Gebäude. Galwin entzündete eine Fackel und betrat den Tempel. Überall auf den Wänden und Decken waren Bilder und wenn man diesen Bildern folgte, so erzählten sie eine Geschichte. Die erste Ankunft der Elben auf dieser Welt, Galwins Finger strichen darüber, in kleiner feiner Schrift standen Wörter in den Bildern.
Galwin hatte das Gefühl das die Farben heller wurden, wenn er mit seinen Fingern sie berührte, aber vielleicht lag es auch an dem Fackelschein.
Galwin ging durch den Durchgang der tiefer in den Tempel führte. Es gab nur noch einen Raum hinter dem Durchgang und genau wie zuvor waren auch hier Bilder an den Wänden und an der Decke, bis auf die Rückwand. An der Rückwand war ein riesiger Lebensbaum abgebildet, die Krone weit verzweigt im Himmel, das Wurzelwerk ebenso weit verzweigt im Boden.
In den Ästen wie auch an denWurzeln waren Edelsteine eingelassen wie Früchte und Knollen. Galwin berührte den Lebensbaum an der Wand mit seinen Fingern und die folgten den Linien und in seinen Gedanken entstanden Worte. Leben, Wachstum, Heilung und Unsterblichkeit. Der Baum stand im Kreis das den in sich geschlossenen Kosmos darstellt. Nichts geht verloren, der Kreis beginnt wo er endet. Galwin atmete schwer aus, er lies seinen Blick nochmals durch den Raum schweifen, aber die wenigen Gegenstände die im Raum verteilt standen, waren ohne Bedeutung für ihn. Er packte Fackel fester und verliess das Gebäude und ging zurück zu den Frauen. Auf den Weg dort hin gingen Galwin viele Gedanken durch den Kopf, aber am meisten machte er sich um Miwill sorgen. Er würde sein Versprechen nicht halten können, hier war einfach das Ende der Welt und nichts weiter. Wortkarg setzte er sich ans Lagerfeuer und lauschte nur halbherzig den Gespräch von den beiden Frauen. Irgendwann waren alle so müde und wickelten sich in die Felle ein, einfach Ruhe haben, das waren Galwins letzte Gedanken.






Nach einiger Zeit schreckte Galwin hoch, er hatte ein Geräusch gehört und sprang geschmeidig auf, die Felldecke glitt zu Boden und Galwin sah sich um. Dann entdeckte er Miwill in der Mitte des Kreises den die Obelisken bildeten. Er ging schnell zu ihr und nahm Sie in den Arm. " Miwill, gibt es etwas, eine Gefahr." Die Stimme voller Sorge blickte Galwin sich um, aber es gab keine Gefahr.

Miwill drehte sich in Galwins Armen zu ihm um und ihre Augen leuchteten in einen wundervollen tiefen Blau Galwin an. "Spürst du es, Sie kommen zu uns" Galwin war so überrascht das ihm die Worte fehlten. Er schaut in ihre Augen und glaubte in einem Eiskalten Bergsee zu versinken, der keinen Grund hatte, schliesslich sprach er etwas holperig. "Du kannst sehen". Und seine Augen versanken in ihren, konnten sich nicht satt sehen. "Ja Galwin und ich sehe wundervolle Sterne am Himmel und einen wundervollen Mann an meiner Seite".
Galwins Blick löste sich mühsam von ihren Augen und schaute zum Himmel. Der ganze Himmel war voller Sterne und dann spürte er es auch. Sie kamen und in voller Wucht und Pracht.
Der ganze Himmel leuchtete und die Spähren erfüllten den Himmel von Horizont zu Horizont mit ihren Farben von Grün, Gelb, Rot bis hin zu Farben die Galwin noch nie gesehen hatte.
"Sie sind hier Galwin, spürst du die Wärme, Geborgenheit und die Kraft. Sie sind hier um uns zu holen, wir sind angekommen." Miwill lächelte Galwin an. Galwin stammelt einige Worte, die Ereignisse überwältigten ihn. Miwill konnte sehen und jetzt das. Wärme umschloss ihn und Miwill, Geborgenheit und eine Unendlichkeit. Galwin zog Miwill zu sich ran und hielt Sie fest in seine Armen. Spürte das er, nein Sie nicht mehr alleine waren. Endlich am Ziel, am Ende des Weges oder war es erst der Anfang, er wusste es nicht, aber das war ihm egal, Miwill konnte sehen und Sie war bei ihm.

Miwill sah auf zu Galwin in seine Augen, spürte seine Kraft in seinen Armen und steckte sich zu ihm rauf, ihre Lippen bebten und suchten die seinen. Galwin erwiderte den Kuss zögerlich aber Miwills Lippen forderten den Kuss und dann gab es kein halten mehr, die Leidenschaft nahm überhand. Der Kreis der Obelisken füllte sich mit einem warmen Goldenen Licht, umhüllte Beide und verdichtete sich.

Pena erwachte schlaftrunken, dieses verdammte Licht störte, schliesslich drehte Sie sich rum und schaute zu den Schlafplätze der Elben aber da war niemand. Sie stieg vorsichtig und müde von ihrem Schlafplatz auf, rieb sich die Augen und versuchte sich zu orientieren. Der ganze Himmel war voller Sphären die leuchteten in so vielen Farben die Sie noch nie gesehen hatte. Sie ging in Richtung des Steinkreises, der wie sie feststellte leuchtetet, ebenso die Obelisken und die Schriftzeichen auf ihnen waren deutlich zu erkennen. Alles war hell in einem Goldenen Licht eingepackt. Pena ging weiter zur Mitte des Kreises den die Obelisken bildeten, die Spuren im Schnee von den Elben führten genau zur Mitte. Aber da war niemand, nur an der Stelle wo die Spuren aufhörten im Schnee lagen Gegenstände, ein Medaillon und ein Dolch. Es führten keine Spuren weiter. Pena hob die Beiden Sachen auf, betrachtete diese kurz und blickt dann zum Himmel auf.
"Ob Sie gefunden haben was Sie suchten." Sprach Pena leise zu sich selbst, dann spürtet Sie an ihrer Hand eine feuchte Nase die sie an stupste. Pena blickte nach unten zu dem Wolf, der nun ihre Hand leckte. "Was meinst du Wolf, ob die Beiden glücklich sind." Pena hängte sich das Medaillon um, steckte den Dolch ein der Dämonen töten konnte und schaute wieder zum Himmel hoch und neben Ihr zwei Wölfe die ebenfalls hoch schauten. Alle betrachteten den Himmel mit seinem Schauspiel, wo wehend von Horizont zu Horizont mit seiner ganzen Pracht leuchtete, der Sternenwind.

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